flucht

Die Flucht ist ein Reflex. Sie soll unser Überleben sichern oder uns zumindest vor Schaden bewahren.

Doch was wenn uns die physische Flucht nicht möglich ist? Hier kann die psychische Flucht uns vielleicht weiterhelfen. Ablenkung, Verdrängung, falsche Träume, Zeit. Wir versuchen eine schützende Decke über uns zu konstruieren, schauen nur drunter durch wenn wir es für sicher halten. Doch was wenn diese Decke zu dünn ist, Erinnerungen hindurch sickern können, das Leben wie ein Sommersturm durch sie durch rauschen kann? Was, wenn in Wirklichkeit keine Flucht möglich ist? Was dann?

stimmungslagen

Ich glaube es gibt ganz vereinfacht gesehen nur zwei Stimmungslagen in denen sich jemand den Großteil seiner Zeit befinden kann. Freude und Trauer.  Dazwischen gibt es eine Vielzahl von Abstufungen und genau in der Mitte befindet sich die Gleichgültigkeit. Ein Zustand der oft mit Langeweile und einer großen Leere einhergeht. Emotionen sind auf Eis gelegt, Gedanken irren ohne Richtung umher. Der Tag vergeht, nichts geschieht. Ist dem gegenüber der Zustand der Trauer und Depression nicht der bessere? Sind nicht viele große Werke aus Literatur und Musik aus bedrückten Gemütern heraus entstanden? Man hat eine Art Ziel, die Trauer um eine Person, über ein Ereignis oder das melancholische Erinnern an Vergangenes. Man kann reflektieren, sich ausdrücken.