Archiv für die Kategorie ‘soziogesellschaftliches’

kurz angedacht

Wer hat es besser ? Derjenige der das Leben ernst nimmt, oder der, der es auf die leichte Schulter nimmt ?

rausgelesen

Kultur ist, wenn Sie Ihrem Nachbarn den Kopf abschlagen und daraus eine Blumenvase machen.

seltsam

Die Frage nach dem Sinn im allgemeinen sitzt in vieler Köpfe. Sie ist wie seltsame Materie. Kommt sie in Berührung mit etwas anderem, wird dieses auch zu ihr. Immer größer werdend, unaufhaltbar und alles verschlingend.

Sichtweisen

Es gibt einige Leute die Reisen gerne und halten nix von Pauschalurlaub im „StrandClubBeachResortHotel“ oder dem Wellnessladen mitten im grünen Nichts. Sie ziehen durch das Land, bevorzugt in Ländern in denen das reisen auf diese Art einfach und vor allem günstig ist – also meist Schwellenländer, die einerseits den Komfort des modernen Westens zumindest ansatzweise besitzen und gleichzeitig den Bonus der noch niedrigen Preise bieten. So zum Beispiel auch Vietnam. Also dort sieht es so aus, dass das Land über einen wunderschönen Mix aus berauschender Landschaft und architektonisch/geschichtlich interessanten Städten verfügt.  Wenn dann eines dieser für uns sehenswerten Dinge in irgendeiner Art entstellt oder nicht wie wir es wollten gewürdigt wird regen sich fast alle auf. Das ist ja normal, könnte man sagen. Das kann z.B. ein mit Werbeschildern berdecktes Gebäude in der Hanoier Altstadt sein oder ein zwecks Hotelbau halb abgerissener Berg am Meer. Wenn man dann aber einen Einwohner dazu befragt ist es ihm entweder egal oder er lobt die Sache als Fortschritt und Wohlstandsausbau. Der Reisende versteht das natürlich nicht. Wie kann man nur das schöne Haus so verschandeln und die Landschaft so zerstören, denkt er sich in seiner doch etwas egoistisch naiven Art. Wir erwarten also von einem Land das gerade in seiner stärksten wirtschaftlichen Entwicklungsphase steckt das es extra für uns Touristen am besten alles so belässt wie es vor 50 Jahren mal aussah, damit sich der Reisende so ursprünglich wie möglich fühlt und dann zurück in der Heimat die schönen Bilder vom exotischen Land rumzeigen kann. Nun ist das aber die Realität – alles andere ist CenterPark.

Pläne

Es gibt viel das man sich so vornimmt, plant vielleicht einmal zu tun. Nunja, es liegt ja auch in der Natur des Menschen sich Vorstellungen von Dingen zu machen die so eigentlich nie wahr werden können, oder zumindest schwer zu erreichen sind. Aber auch die einfachen, also machbaren Pläne bekommen wir irgendwie nicht so recht realisiert. Sei es nur mal eine Nachricht an jemanden zu schicken, ein paar Kündigen zu schreiben oder sich mal ein richtiges Hobby zu suchen. Ist es die Trägheit ? Die Feigheit  ? Oder gar die durch Verdrängung resultierende Vergesslichkeit die uns von all dem abhält ?  Manchmal sind es gar Lebensverändernde Maßnahmen die wir uns in Aussicht stellen aber irgendwie nie so auf die Reihe bekommen. Wir haben Angst es auszuprobieren, Angst vor der Enttäuschung, vor einem rückratbrechenden Schlag. Einem Schlag von dem man sich nie wieder richtig erholen wird. Man fürchtet, dass all die Dinge die man sich einst mal erhofft hatte, die endlosen die Träume die man hatte, an einem dieser Misserfolge zerschellen werden, wie ein hauchdünnes Glas auf dem steinernen Boden der Realität. Doch wiegt die Furcht vor dem Versagen mehr als die Hoffnung auf ein positives Ergebnis ?

Verbindungen

Was macht Menschen zu Freunden, oder zumindest zu zeitlich begrenzten Weggefährten ? Und was dient oft als Grundstock für Gespräche ? Was weckt in uns das Interesse an einer anderen Person ? Und was passiert, wenn sich diese unsichtbaren Fäden die uns einander binden plötzlich auflösen ?

Was einen mit anderen Menschen verbindet sollte jeder selbst wissen. Eine kurze Überlegung reicht meist aus, manchmal ist es aber auch etwas schwierig es herauszufinden, je nach Art und Weise der Beziehung. Wahrscheinlich würde jeder mit Millionen Leuten weltweit gut auskommen oder befreundet sein, wenn man sie nur alle kennenleernen könnte. Schnittmengen finden sich immer und auch das gewisse Etwas das jeder bei der anderen Person sucht und findet sollte oft genug auftauchen. Nunja, so einfach ist es natürlich auch nur in der Theorie.

Zurück zur Frage was passiert wenn plötzlich die Dinge verschwinden die einen an der anderen Person am meisten gebunden haben. Schulfreunde, Arbeitskollegen, Kommilitonen. Die Basis und vielleicht auch das Zentrum bildet die Schule, der Arbeitsplatz oder die Universität. Ohne sie beginnt alles zu wanken. Nur vorher sorgfältig aufgebaute Kontakte bleiben bestehen, auch wenn nicht mehr so solide sind wie einst. Es gestaltet sich schwer.


gefunden

„Die Welt gehört demjenigen, der nicht fühlt. Die wesentliche Vorbedingung, um ein praktischer Mensch zu sein, ist dieser Mangel… Wenn der Mensch wirklich fühlen würde, gäbe es keine Zivilisation. Die Kunst dient als Flucht für die Sensibilität, die das Handeln vergessen mußte. „

Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe.

angedacht

Kafka schreibt in seinem Buch „Das Schloß“ : „Dem Unwissenden scheint alles möglich“. Damit rechtfertigt der Protagonist, der immer nur K. genannt wird, eine Tat von der ihm gründlich abgeraten wird. Er tut es trotzdem.

Würde man das ganze umkehren, so ensteht ein Satz der sehr pessimistisch erscheint. Aber natürlich stimmt dieser so nicht, zumindest nicht ganz. Aber das kann jeder für sich entscheiden.

„Dem Wissenden scheint nichts (mehr) möglich“

Generation „Instant-Messenger“

So nah und doch so fern.

So vertraut und doch so fremd.

Was soll man von dieser Art der Kommunikation halten ? Sie scheint wie „Fastfood“ in Form von kurzen Sätzen und Smileys. Auch wenn ihr Inhalt manchmal ernste Themen enthält, so fehlt doch der Kontakt mit der Person. Eigentlich sollte man sich lieber treffen und miteinenander reden, doch die Bequemlichkeit überwiegt eben doch meistens.

Definitionsversuch, Teil II

…Freundschaft.

Gegenseitige Kooperation gegen das “alleine sein” und die daraus resultierenden Folgen.

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