Archiv für April 2007|Monatliche Archivseite
Hoffnungsträger
Was ist die treibende Kraft hinter all dem Tun der Menschen ? Die Hoffnung vielleicht, an der sich der Mensch wie von Liane zu Liane hangelt ? Manchmal auch schon die nächsten 2-3 in Aussicht, stets nach vorne strebend, ab und zu sehr waghalsig, aber meist mit festem Griff. Jedoch immer mit einer unregelmäßigen Furcht davor, dass eine der Lianen bricht, der Abstand zwischen ihnen zu groß wird, oder sie gar gänzlich ausbleiben und als Konsequenz der lange Absturz droht.
Bleibt nur zu hoffen, dass während des freien Falls bald wieder etwas zum festpacken auftaucht. Schließlich stirbt doch die Hoffnung immer zuletzt, oder ?
Ich weiss, dass ich nichts weiss.
Viel gesehen, viel gehört, viel gelesen und doch nur wenig Ahnung vom Detail.
Ist dieses „halbe“ Wissen, Fluch oder Segen ? Wenn man von einer Menge Dinge etwas Ahnung hat, ist dies dann besser, als wenn man von wenigen Dingen viel Ahnung hat ? Streitfrage.
Fakt ist, das man nicht alles Wissen kann und das viele kleine Stücke auch etwas großes ergeben können. Aber Tatsache ist auch, dass Halbwissen uns irreführen kann.
Noch was zum darüber nachdenken:
„Jener glaubt etwas zu wissen, weiß aber nichts;
ich weiß zwar auch nichts, glaube aber auch, nichts zu wissen.“
Sokrates
Das Ende vom Anfang
Bloggen – Warum ? Für wen ? Für was ?
Mir egal – Es geht weiter, auch ohne allzuviel Treibstoff.
Fernweh ?
Warum drängt es viele von uns in die Ferne ? Ist es die Neugier, die Langeweile oder einfach nur der Drang nach Erweiterung seines Weltbilds ? Manch einer würde sagen: „Wieso in die ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah ?“ Aber nicht bei jedem liegt das gute so nahe. Also heißt es für diejenigen Flucht nach vorne, wenn auch nur für bestimmte Zeit.
Rausgelesen
„Meine Augen, spüre ich,
Wollen tiefer in dich dringen;
Mag die Gier Verderben bringen,
Nimmer lassen sie von dir;
Sehend sterb ich vor Begier,
Ganz dein Bildnis einzuschlingen !
Dich zu schauen sterb ich gern;
Droht mir Tod wenn ich dich sehe -
Sage mir doch was geschähe,
Bliebe mir dein Anblick fern ?
Schlimmer als des Todes Nähe
Schüfe Qual und Wut mir Not.
Da ich spüre, was mir droht,
Will ich hin zum Tode streben;
Denn dem Elenden ist Leben,
Was dem Glücklichen der Tod. „
Calderón de la Barca – Das Leben ist ein Traum
Kampf dem Unbekämpfbaren
Was tun, wenn etwas einen von innen zerfrisst ? Wie es bekämpfen, ohne sich selbst zu Schaden ?
Was tun, wenn die Ursache nicht zu bekämpfen ist ?
Kampf gegen sich selbst, oder versuchen die Schmerzen einzustecken darauf wartend, dass man sie irgendwann einmal vergisst ?
Rausgelesen
„Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.“
Terry Pratchett
Gegen den Wind
Man strampelt, plagt sich ab. Kommt sowieso kaum noch voran, die Kräfte schwinden. Dann auch noch der Wind, immerzu scheint er gegen einen zu sein. Wie ein böser Gegenspieler, immerzu nach dem schlechten für uns trachtend.
Aber beschwören wir ihn nicht, durch unsere eigene Anstrengung sich gegen uns zu richten ?
Ist der Wind vielleicht ein Bestandteil unserer Fahrt ? Vielleicht will er uns nur zeigen das wir vorrankommen, nimmt dabei in Kauf uns etwas weiter zu erschöpfen, unsere letzten Reserven zu aktivierend.
Wer ihn nicht spürt, kommt auch nicht vorran, er steht auf der Stelle und weiss es vielleicht nicht einmal.
Zurückerinnert
„I’d like to jump,
but I’m afraid to hit the ground.“
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