Archiv für Februar 2007|Monatliche Archivseite
gefühlte Gegenwart
„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie die Unerreichbare, für die Furchtsamen ist sie die Unbekannte, für die Tapferen ist sie die Chance.“ -Victor Hugo
musikalisches Intermezzo
Wieso tragen Leute die Punkmusik hören zerfetzte Hosen, mit Lack besprühte Stiefel und T-Shirts/Pullis in seltsamen Farbkombinationen ? Wieso laufen Jugendliche die auf Rap stehen in Baggyhosen und dicken Pullis durch die Gegend ? Wieso bevorzugen Metaller schwarze Kleidung und lange Haare ? Aus welchem Grund laufen Emos immer mit den Haaren vorm Gesicht herum ?
Zusammengehörigkeitsgefühl, hervorstechen aus der Masse, kein Mut zum eigenen Styl ? Wieso all das, im Endeffekt sind doch alle gleich. Macht uns die Musik zu so verschiedenen Menschen ? Schränkt sie den Horizont vieler nicht auf ihr „musikalisches Milieu“ ein? Auf jeden Fall beeinflusst sie das Leben unzähliger viel zu sehr, als das sie es Wert ist. Natürlich, Musik ist auch Mittel des politischen und gesellschaftlichen Ausdrucks, doch nur nebenbei finde ich, so wie jede andere Kunst. In erster Linie soll sie den Menschen helfen durch das meist triste Leben zu finden, uns aufmuntern, unterhalten, manchmal uns auch ins melancholische abgleiten lassen. Ein Begleiter auf unserem Lebensweg.
temporale Anomalien
Heute ist es endlich soweit: Semesterferien !
Doch zu früh gefreut, „Ingenieure haben keine Ferien“ sagte mal jemand. Jetzt folgen im 2-Wochen Abstand Mathe, Chemie und Physik. Wenn alle anderen (außer dem/der Maschinenbaustudent[in]) sich an der Frühlingssonne erfreuen, heißt es bei uns „ohne Fleiß kein Schweiß“. Na dann prost.
konterrevolutionäre Studentenschaft
Der Boykott in Freiburg ist gescheitert und auch die PH in Karlsruhe hat das gesteckte Ziel der 25% nicht erreicht. Was ist nur los mit den Studenten, die Geschichte zeigt uns doch an vielen Beispielen wie es geht. Ob nun Anno 1848, 1969, oder 2005, auch viele Volksaufstände, wie der in Ungarn 1956 begannen zunächst mit Aktionen der Studierenden. Es ist die Pflicht dieser „gebildeten“ Masse, für andere und sich selbst zu protestieren, demonstrieren und boykottieren. Welche große Bevölkerungsschicht sollte sonst an ihre Stelle treten? Liberalismus, Demokratie und Freiheit waren doch schon seit den Hambacher Festen Anfang des 19 Jhdt., die Leitziele der Studenten. Haben sie sich wirklich so stark geändert ?
Und wie sieht das heute hier in Deutschland aus ? Die breite Masse träger, fauler, unpolitischer und karrieregeiler Kommilitonen betrachten den ganzen Boykott nur mit äußerst skeptischem Blick und vielen ist das ganze viel zu umständlich als das sie dabei mitmachen würden. Statt sich schlau zu machen behandeln sie das Ganze mit Gleichgültigkeit,als ob es sie nicht angehen würde. Wer sich nur einige Minuten mit dem ganzen Thema beschäftigt, erkennt die Notwendigkeit des kollektiven Streiks gegen die Studiengebühren und wird sehen das es dabei keinerlei Risiko gibt, ich hab mich selbst davon überzeugt, sonst hätte ich das Geld noch nicht auf das Boykottkonto überwiesen.
mehr zum Thema: link
gefühlte Gegenwart
„Das ganze Leben besteht aus
Wollen und Nicht-Vollbringen,
Vollbringen und Nicht-Wollen.“
Goethe
verfälschter Blick
Stell dir vor, man könnte den Sternenhimmel in seiner vollen Pracht erblicken, egal wo, nur ein wolkenfreier Himmel als Voraussetzung. Frei von den störenden Lichtern der Zivilisation. Man würde endlos in den Himmel starren, Nacht für Nacht, geblendet von der Unendlichkeit des Universums.
Evolution
Wer kennt sie nicht, die sich inzwischen wie Unkraut verbreitete Mode der Jacken mit „Pelzaccessoire„. Denken wir mal zurück in die Frühzeit. Da trugen unsere Vorfahren auch Pelze, hauptsächlich natürlich um sich warm zu halten, aber auch um zu imponieren. Wer den größeren Pelz hatte konnte damit vorweisen ein guter Jäger zu sein und sich die fruchtbarsten „Weibchen“ aussuchen. Ähnlich fungiert er wohl auch heute bei einer weit verbreiteten Gruppe Jugendlicher, ihr wisst wen in etwa ich meine. Jedoch sind die kleinen Kunstpelzfetzen heutzutage nur noch zum beeindrucken der „Weibchen“ zu gebrauchen, auch wenn deren Wirkung höchst fragwürdig ist, aber lassen wir den Leuten mal ihre Illusion.
Wer in oben bereits erwähnter Vorzeit auf sich aufmerksam machen wollte, oder sich evtl. gegen andere „Männchen“ durchsetzen musste, brauchte ein laute furchterregende Stimme, ähnlich wie es heute bei vielenTierarten ist. Denn bevor die Sprache sich entwickelte, fanden Streitgespräche wohl eher auf Brüll-, als auf Diskussionsebene statt. In unseren ach so elektrisierten und digitalisierten Neuzeit, eröffnet sich dem „Männchen“ von heute, ganz neue Möglichkeiten. Das Mobiltelefon mit integrierten Lautsprechern z.B. ermöglicht es dem männlichem Homo Sapiens, ohne größere Anstrengungen auf sich aufmerksam zu machen. Man(n) kann sein „Revier“ verteidigen, sich gegenüber männlichen Konkurenten hervorheben und natürlich die Aufmerksamkeit der begehrten „Weibchen“ auf sich ziehen. Die Töne die aus den kleinen Dingern sind dabei mindestens genau so furchterregend wie das Geschrei eines Frühmenschen.
Man sieht, aus dem Höhlenmenschen von früher sind blos technisch weiterentwickelte Höhlenmenschen geworden.
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