alte Bekannte

Jeden Tag sitze ich in der Stadtbahn, pendle hin und her. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch auf Menschen zu treffen, die man kennt. Ob nun alte Freunde aus Grundschulzeiten, ehemalige Stufenkollegen oder gar der Freund mit dem man fast seine gesamte Kindheit verbracht hat, den man jedoch irgendwann aus den Augen verloren hat .Echte Freundschaften, so sollte man glauben, halten ewig.

Menschen verändern sich, Interessen, Freundeskreise, Bildungslaufbahn … und wenn man diejenige Person dann plötzlich trifft, hat man keine Ahnung was man sagen soll. das übliche:“Und was machst du noch so ?“ ist wohl das abgedroschenste Gesprächsthema überhaupt, wenn es überhaupt soweit kommt und man nicht nur ein stupides „Hi!“ entgegengeworfen bekommt, auf das man reflexartig gleichermaßen antwortet…schrecklich.

Aber ehrlich gesagt, liegt mir aber auch nicht viel am leben vieler die ich kenne, meist sind das aber auch nur Menschen, die man eher unfreiwillig kennenlernte.
Doch zum Glück gibt es da Freunde, die man früher schon sehr sympathisch fand, mit denen man gerne mal wieder etwas unternehmen wollte, über alte Zeiten quatschen, sich einfach wieder neu kennenlernen, meist gelingt es aber nicht mehr, Zeit und Raum verhindern es leider allzuoft.

2 Kommentare bis jetzt

  1. Sundancer on

    Na sieh mal einer an, wer sit denn da?

    Also, keine ahnung was man sagen sollte, sowas gibt es bei mir selten. Natürlich kann man mit manchen besser oder schelchter reden, aber für was haben wir denn das Wetter?

    Aber ich weiß was du meinst, die Beklemmungen mit jemand Langnichtgesehenem zu reden. Was soll man sagen? Wie weit haben wir uns entfernt? Wie konnte man sich leiden? Macht man alles richtig oder falsch? Lohnt sich das überhaupt?
    Am Ende kommt ja eh raus, „ich ruf dich wieder mal an oder wir können ja wieder mal was machen“. Was dann in die Hose geht und um dann der Wahrheit ins Auge zu fassen, wir gehen für immer andere Wege.
    Es ist nicht der Raum oder Zeit, es wie wir uns nicht überwinden können und in Raum und Zeit hineinfallen, bis es zu spät ist.

    (Es sei denn, man wird irgendwann noch zu Kollegen oder hockt sich anderseitig auf der Pelle. Aber vllt. hat man sich bis dahin verändert und schafft eine Brücke.)

  2. mo on

    Willkommen in der Gemeinde, Bomber!


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