stimmungslagen

Es gibt ganz grob gesagt zwei Stimmungslagen in denen sich jemand den Großteil seiner Zeit befinden kann. Freude und Trauer.  Dazwischen gibt es eine vielzahl von Abstufungen und genau in der Mitte befindet sich die Gleichgültigkeit. Ein Zustand der oft mit Langeweile und einer großen Leere einhergeht. Emotionen sind auf Eis gelegt, Gedanken irren ohne Richtung umher. Der Tag vergeht, nichts geschieht. Ist dem gegenüber der Zustand der Trauer und Depression nicht der bessere ? Sind nicht viele große Werke aus Literatur und Musik aus bedrückten Gemütern entstanden ? Man hat eine Art Ziel, die Trauer um eine Person, über ein Ereignis oder das melancholische Errinnern an Vergangenes. Man kann reflektieren, sich ausdrücken.

gedankenfreiheit

Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten?
Sie rauschen vorbei
Wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
Kein Jäger sie schießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!

kurz angedacht

Wer hat es besser ? Derjenige der das Leben ernst nimmt, oder der, der es auf die leichte Schulter nimmt ?

rausgelesen

Kultur ist, wenn Sie Ihrem Nachbarn den Kopf abschlagen und daraus eine Blumenvase machen.

rausgesehen

„Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.“

Franz Kafka, Brief an Oskar Pollak, 8. November 1903

seltsam

Die Frage nach dem Sinn im allgemeinen sitzt in vieler Köpfe. Sie ist wie seltsame Materie. Kommt sie in Berührung mit etwas anderem, wird dieses auch zu ihr. Immer größer werdend, unaufhaltbar und alles verschlingend.

back again ?

Müde. Doch der Schlaf in weiter Ferne.

Der Mond erhellt die Nacht, doch der kalte Wind aus Osten macht uns Gänsehaut.

einst

Einst aß ich eine Pfirsich. Groß, so groß wie eine Orange. Sie war weich, weich wie eine reife Frücht sein muss. Warm, warm von der Sommersonne, die auf die Dächer des großen Marktes schien. Saftig, so saftig das man sich vorlehnen musste damit man seine Kleider nicht bekleckerte. Voll mit einem weichem Flaum, so voller Flaum das man ihn mit den Figern abkratzen musste. Aus welcher Region dieses Landes stammte sie wohl ?

Kürzlich aß ich eine Pfirsich. Klein, so klein wie eine Strauchtomate. Sie war hart, hart wie eine Pfirsich die den langen Transport beulenfrei überstehen muss. Kalt, kalt von der Klimaanlage im Supermarkt. Trocken,  so trocken das man sie auch am Schreibtisch ohne zu kleckern essen könnte. Glatt, glatt wie eine Nektarine, denn Flaum ist ja eklig, zu natürlich. Aus welchem Land der Welt stammte sie wohl ?

kurz angemerkt

Ich habe sämtliche meiner guten Gewohnheiten aufgegeben.

Und nun ?

kurz gesagt

Es riecht nach Regen. Doch es regnet nicht.

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